Riskante Abfahrten von Tom Pidcock und noch viel mehr – das ist das «Gruppetto» #1/25

Die Titelgeschichte der ersten «Gruppetto»-Ausgabe des Jahres ist ein Interview mit Tom Pidcock, der diese Saison zum Schweizer Team Q36.5 gewechselt ist.

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Coverbild: Jonas Weibel

«Ich fühle mich wiederbelebt»

Es war einer der spektakulärsten Transfers dieser Saison: Tom Pidcock wechselte vom Top-Team Ineos Grenadiers zum zweitklassigen Schweizer Q36.5. Der 25-jährige Brite gewann zweimal Olympiagold im Mountainbike, setzt aber auf Strassenrennen. Im Interview haben wir mit ihm über seine neue Rolle im Team, seine Beziehung zum Mountainbike und über seine halsbrecherischen Abfahrten gesprochen, die auf Youtube hunderttausendfach geklickt werden.

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Tom Pidcock fühlt sich wohl im neuen Team Q36.5. Die Mütze seines Sponsors bleibt auf. Vertrag ist Vertrag. (Bild: Jonas Weibel)

Coach Wiese und die jungen Fahrerinnen

Anna Wiese ist die Managerin des neuen Teams des Radsportverbandes Swiss Cycling. Mit Nexetis will die 40-jährige Polin jungen Athletinnen den Sprung in ein Profi-Team ermöglichen. Wir haben sie und ihr Team im Trainingslager in der Toskana getroffen.

Coach Wiese
Anna Wiese will jungen Frauen den Traum einer Karriere als Spitzen-Velofahrerin ermöglichen, der für sie nicht in Erfüllung gegangen ist. (Bild: Mathias Nägeli)

Auf der Flucht

Das Ausreissen gilt im Radsport als heroischer Akt. Die Realität ist oft weniger heldenhaft. Kaum einer weiss das besser als der Schweizer Veloprofi Johan Jacobs, der viele Rennen in der Fluchtgruppe gefahren ist, aber noch kein einziges gewinnen konnte. Jacobs erklärt aber nicht nur, wie man am besten in eine Ausreissergruppe kommt, sondern spricht auch darüber, wovor er im Leben selbst flüchtet und wie prägend einzelne Erlebnisse in seiner Jugend waren.

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Johan Jacobs in seinem Haus in Middelkerke. Er ist bekannt dafür, schwer zu arbeiten und nie zu wenig zu tun. Das geht auf ein Erlebnis in seiner Zeit als Junior in Belgien zurück. (Bild: Anouk Flesch)

Mit EPO ans Hobby-Rennen

Ein Hobby-Rennvelofahrer greift regelmässig zu Dopingmittel. Er ist Amateur und nicht übermässig erfolgreich. Er ist damit nicht alleine. Viele Amateur:innen greifen zu verbotenen Substanzen und haben dabei kaum Konsequenzen zu befürchten, wie unsere Recherche zeigt. Sie bietet Einblicke in eine verborgene Welt voller Überehrgeiz und moralischen Grauzonen.

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Ein Hobby-Rennvelofahrer sagt, seit er EPO nehme, fühle er sich nicht nur auf dem Velo viel leistungsfähiger, sondern auch im Berufsalltag. (Bild: Luca Schenardi)

Sport waschen

Im Nahen Osten haben Velorennen eine kurze Tradition und dienen auch dazu, autokratisch regierte Länder in ein gutes Licht zu rücken. Wie das funktioniert, haben wir versucht herauszufinden auf einer Reise nach Maskat, in die Hauptstadt des Omans.

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Auch im Oman sammeln die Kinder fleissig Bidons der Radprofis. (Bild: Laurent Aeberli)

Stöck, Schnupf und Geschichten

Kurt Betschart und Bruno Risi haben von den Medien viele Namen zugeschrieben bekommen: «Alpen-Tornados», «Jahrhundert-Duo» oder «Uri-Stiere». Wir haben die beiden Bahnradlegenden und ihren ehemaligen Betreuer, Geni Wipfli, in Erstfeld im Gasthof Albert getroffen. Auf einen Jass, ein paar Biere, Schnupftabak und unzählige Geschichten von früher.

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Den ersten Schnupf gabs schon vor dem Jassen: Geni Wipfli, Kurt Betschart und Bruno Risi (von links). (Bild: Boris Müller)

Aus dem Schützengraben auf das Velo

Das Velorennen Circuit des Champs de Bataille (Rundfahrt der Schlachtfelder) führte im Frühjahr 1919 nur wenige Wochen nach dem Ersten Weltkrieg Weltkrieg durch verwüstete Landschaften. Der Schweizer Oscar Egg spielte bei dieser Rundfahrt eine dramatische Rolle.

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Die Strassen, auf denen die «Rundfahrt der Schlachtfelder» in Frankreich ausgetragen wird, befinden sich nach dem Krieg in einem miserablen Zustand. Manche der teilnehmenden Sportler kennen die Region aus ihren Erfahrungen in den Schützengräben an der Front. (Bild: Bibliothèque nationale de France)

In der Garage des Pfarrers

Die Luzerner Quartierbevölkerung flickt seit über 30 Jahren in einer umfunktionierten Garage an ihren Velos rum. Die Velobude war eine Vorreiterin selbstverwalteter Werkstätten, die inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet sind. Wir haben sie besucht.

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Insgesamt stehen in der Velobude sechs Montageständer zur Verfügung, um die Velos aufzuhängen. Wenns zu eng wird, kann noch auf den Vorplatz vor der Garage ausgewichen werden. (Bild: Manuela Müller)

Und ausserdem...

...unser Gruppetto heisst «Mostindien» und kommt – na klar – aus Frauenfeld.

...Katrin Barth nähte sich als Velokurierin ihren ersten Rucksack. Inzwischen gehören auch viele Kinder zu ihrer Kundschaft, die sich bei ihr in ihren eigenen Schulthek zusammenstellen dürfen.

...die Tour de Romandie findet in der Deutschschweiz wenig Beachtung. Zu Unrecht, findet der Radsportjournalist Alain Rumpf in einer Liebeserklärung an seine Rundfahrt.

...unser Kolumnist Robin Gemperle erzählt drei Anekdoten aus den vergangenen Wochen. Dieses Mal: Die Plastikvase seiner Mutter, die zur Dose für Zinkcrème wird, der Leistungstest und sein Weintipp.

...neu dürfen wir Cybèle Schneider als Kolumnistin begrüssen. In Radsport unverpackt berichtet sie aus dem Leben eines Veloprofis. Dieses Mal: Doping.

...der Passo di Falzarego an der Grenze zum Südtirol war Schauplatz eines legendären Rennens mit Gino Bartali und Fausto Coppi. Der Fotograf Conor Brady war 83 Jahre danach auf dem Pass, Wir zeigen sein Portfolio.

...in der Comic-Kolumne «Zischhh» ist Etna Flitz Frühlingsgefühlen ausgeliefert – und vergisst dabei, ein Päckli auszuliefern.

...sind Hochdruckreiniger eigentlich schädlich für das Velo? Diese Frage beantwortet unser Technikkolumnist Simon Joller.

...Fabian Lienhard erzählt unverblümt, wie Radprofis feiern: «Ja, ich trinke gerne Wein oder Bier.»

...Der Karikaturist Felix Schaad widmet seine Lanterne Rouge der Hölle des Nordens. (zac)

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